22 Theatermitarbeiter/innen treffen 23 Stadtverordnete zu 17 Gesprächen an 7 Tagen in der Wuppertaler Oper. Eine Aktion der Begegnung von Theater und Politik.

40.000 Theatermitarbeiter treffen ihre Stadtverordneten

Auch die Wuppertaler Bühnen haben sich an dieser bundesweiten Aktion beteiligt und eine Einladung ausgesprochen. Gerne sind die beiden Stadtverordneten HOLGER REICH und RAINER SPIECKER, leider in eigenen Terminen, dieser Einladung gefolgt und haben sich die aktuelle Lage der Kunstschaffenden angehört und angesehen.

Ein ungeschminkter Einblick in die Situation der Wuppertaler Bühnen war von Anfang an gegeben. Geht es hier doch nicht alleine um das Opernhaus, sondern auch um unser Schauspielhaus und das Syphonieorchester.

Die Mezzosopranistin IRIS MARIE SOJER konnte in dem Zusammentreffen mit dem Stadtverordneten HOLGER REICH ohne Umschweife aus dem Alltag einer Berufssängerin berichten. Ihr fehle das Feedback der Zuschauer, das Wirken auf der Bühnen. Nur durch regelmäßige Proben und tägliche Übungen bei Stimme und bei Laune zu bleiben sei einfach zu wenig. Künstler leben nicht vom Applaus, aber doch für denselben.

Ähnlich sprach sich auch SARAH PRINZ aus dem “Backstagebereich” aus, die sich sonst in dem Bereich der Schneiderei künstlerisch ausleben kann, muss nun quasi mit “angezogener Handbremse” arbeiten. Der riesige Fundus des Hauses bedarf ständiger Pflege und lässt es mittlerweile dem recht überschaubarem Team ein reiches Feld der Betätigung.

Nun ist die finanzielle Lage der Künstler schon per se nicht allzu üppig, doch haben sich die Teilnehmer der Kunstszene durchaus bewusst und voller Leidenschaft dieser Tätigkeit verschrieben.

Und wir müssen anerkennen, dass die Kunst einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Stadtklima beiträgt. Völlig zu Unrecht wird diese Szene von schlichten Gemütern zu einem “Nice-to-have” degradiert. Doch wird dabei der pädagogische und kulturelle Aspekt leider völlig außer Acht gelassen. Bekommen wir doch nicht nur Bühnenstücke und wundervolle Orchester “geliefert”, sondern durch den Einsatz von Theaterpädagogen in unseren Schulen wird ein Stück lebendiger Kultur in unseren Alltag transformiert.

Das “Triumvirat” der drei Führungsköpfe aus Opernintendant Berthold Schneider, Schauspielintendant Thomas Braus und der Generalmusikdirektorin Julia Jones hat es durch Fleiß, kluges Management und Förderung zahlloser Talente geschafft die Wuppertaler Kunstszene auch in der nationalen und internationalen Wahrnehmung einen festen Platz zu erarbeiten.

So ist Theater durchaus als ein Motor für die Kreativität Wuppertals zu verstehen. Schon lange hat die Wissenschaft die Bedeutung der Musik auf die Entwicklung von Kindern bewiesen. Musizierende Kinder sind schöpferischer, intelligenter und können Problemstellungen leichter lösen. Was in jungen Jahren erlernt wurde, wird Menschen ein Leben lang begleiten.

Wir Cronenberger können diese medialen Auswirkungen auch am heimischen TIC (Theater in Cronenberg) beobachten. Haben hier doch Cronenberger eine deutschlandweite Prominenz bekommen und so ein Stück Wuppertal bekannt gemacht.

Darum danken wir allen Theater-und Kunstschaffenden für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Leidenschaft und das Ertragen der aktuellen Situation. Es bleibt zu hoffen, dass wir alle in Bälde wieder ein halbwegs normales Leben führen können, Konzerte besuchen und Aufführungen genießen können.

Kulturpflege ist eine ausgesprochen wichtige Aufgabe der ganzen Gesellschaft und kann nicht ausschließlich mit wirtschaftlichen Augen gesehen werden. Kulturschaffende verdienen unser aller Unterstützung durch innere Anteilnahme und diese darf sich auch gerne in finanzieller Art ausdrücken.

Seit dem 01. März 2021 ist nun also Wuppertal offiziell eine Hafenstadt. Der Rat hat es besprochen und der Rat hat es beschlossen. Klingt zunächst einmal seltsam, ist aber so.

Doch hat dieser Beschluß einen durchaus ernsten Hintergrund. Die demokratischen Parteien im Rat der Stadt Wuppertal haben sich zu diesem Beschluß durchgerungen, weil es hier um gelebte Nächstenliebe und Barmherzigkeit geht. Viele Deutschen fühlen sich dem christlichen Glauben auch heute noch verbunden, was sicherlich unterschiedlich definiert wird.  Doch das Beispiel des „Barmherzigen Samariters“ (Lukasevangelium Kapitel 10) ist wohl fast jedem Deutschen bekannt. Im Ergebnis vereinfacht gesagt, geht es darum, dem Nächsten zu helfen, wenn er in Not geraten ist.

Darum wurde Wuppertal, im Verbund mit aktuell 234 anderen, deutschen Städten, zu einem „Sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt.

Dabei ist dem Rat nicht die Spannungsbandbreite, die dieses Thema mit sich bringt entgangen. Die Gegner sprachen dort von „Wirtschaftsflüchtlingen“. Im Ernst. Wann gab es Flüchtlingsströme, die nicht von Hunger und Armut begleitet wurden? Dazu müssen wir nicht einmal in die große Weltgeschichte schauen. Gab es doch auch vor nicht allzu langer Zeit Flüchtlingsströme aus Siebenbürgen, Sudentenland etc. die oft dramatischen Fluchtalltag erleben mußten – und nicht selten diesen nicht überlebten. Man kann heute noch die Eltern und Großeltern befragen und dabei ein Stück Geschichte aus erster Hand erfahren.

Auch die dramatischen Warnungen vor „einer Flut an Kriminellen“ wurden angehört. Und dennoch haben wir unser Wuppertal vor den Flüchtlingen nicht verschlossen. Natürlich kommen dort Menschen aus anderen Hintergründen. Kulturell, religiös und wirtschaftlich lebten diese Menschen in vollkommen anderen Verhältnissen. Und es kommen nicht nur die Edlen und gut gebildeten Neubürger. Auch Kriminelle mischen sich unter die Menge und suchen hier Fuß zu fassen. Doch sollen wir deswegen unser Herz verschließen vor bitterer Armut und Not?

Die Antwort auf diese Frage ist doch recht einfach. Natürlich müssen wir hier auch „Kante zeigen“. Konsequente Strafverfolgung tut Not. Unsere Einsatzkräfte müssen entsprechend geschult und ausgestattet werden, um Kriminelle zu identifizieren, dingfest zu machen und der Gerichtsbarkeit zuzuführen. Und dann muß unser Rechtssystem greifen und die Urteile zügig aussprechen und umsetzen, was unser System vorsieht. Wir fangen doch nicht bei Null an, unser Rechtssystem gehört heute schon zu den Besten dieses Erdenrunds. Verbesserungsbedarf gibt es da immer und wir müssen daran arbeiten. Doch Hartherzigkeit gegenüber Notleidenden ist keine Option eines Christen (und auch nicht eines Humanisten).

Dieser Signalbeschluß ist auch kein starres Konstrukt. Er ist ein Signal für mehr Menschlichkeit. Notleidende werden gerne aufgenommen und als Gäste behandelt. Gastfreundschaft ist auch heute noch ein hohes Gut, das gelebt werden will. Gerne geben wir einen Teil unseres Wohlstandes ab, lehren Sprache und Kultur und Werte.

Bei all der Hilfeleistungen werden wir natürlich nicht vergessen, hier mit Augenmaß und vernünftiger Großzügigkeit dem Vorbild des „Barmherzigen Samariters“ zu folgen und so dem Namen des gelebten Christen eine Ehre zu sein. Eine ausschließliche Abschottungspolitik ist für uns keine Option.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen wir die Packungsbeilage (d.h. das Herstellerhandbuch, auch Bibel genannt)

Die CDU-Cronenberg fordert die sofortige Öffnung des Bürgerbüros, so der Vorsitzende der CDU Cronenberg und Stadtverordnete Holger Reich.

Es ist in den Pandemie-Zeiten den Bürgern nicht zumutbar, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mehrfach umsteigend, durch Wuppertal zu fahren um ein Bürgerbüro aufzusuchen.

Bürgerservice, insbesondere für ältere Menschen, sieht anders aus, stellt der Cronenberger Stadtverordnete und Bürgermeister Rainer Spiecker fest.

Das Bürgerbüro in Cronenberg ist groß genug um unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Terminvergabe wieder geöffnet zu werden. Deshalb ist die Verwaltung aufgefordert, die zur Öffnung des Bürgerbüros notwendigen, organisatorischen Abläufe umgehend einzuleiten.